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Prüfbericht Kundenservice · 12. August 2026

KI im Kundenservice: was die Offenlegungspflicht kostet und wie man sie trotzdem einhält

Seit dem 2. August muss ein Chatfenster sagen, dass dahinter eine KI steckt. Es gibt eine belastbare Untersuchung dazu, was diese Offenlegung kostet, und die Zahl ist unbequem. Wir stellen sie hier trotzdem hin. Zusammen mit dem, was in derselben Untersuchung den Unterschied macht. Eine Seite, die zur Kennzeichnung rät und ihren Preis verschweigt, wäre bequem, aber nicht ehrlich.

Zuerst, was wir nicht sind. Wir verkaufen kein Kundenservice-Produkt von der Stange und treten nicht gegen Salesforce oder Zendesk an. Wir bauen Assistenten in bestehende Abläufe hinein, und wir sind keine Kanzlei: Was rechtlich verbindlich für Sie gilt, sagt Ihnen ein Anwalt.

Was geprüft ist

Eine Studie aus einem geprüften Forschungskorpus, der Verordnungstext, und ein eigener Fehler, den wir öffentlich machen.

Ein KI-Chatfenster muss sich zu erkennen geben. Klar und spätestens bei der ersten Nachricht.

Artikel 50 Absatz 1 und 5 der EU-KI-Verordnung, anwendbar seit dem 2. August 2026. Die Ausnahme greift nur, wenn es für einen verständigen Betrachter ohnehin offensichtlich ist. Ein Hinweis in den Nutzungsbedingungen oder in der Fußzeile erfüllt das nicht.

Quelle: Art. 50 Abs. 1 und 5

Die Offenlegung kostet Abschluss: In einer Feldstudie sank die Kaufrate um rund 80 Prozent, wenn zu Beginn offengelegt wurde, dass ein Bot spricht.

Dieselbe Untersuchung zeigte, dass nicht offengelegte Chatbots so gut verkauften wie geübte Mitarbeiter. Das ist die unbequeme Zahl, und sie ändert nichts an der Rechtslage: Verstecken ist seit August keine Option mehr. Was sie ändert, ist die Formulierung. Der Einbruch entsteht dort, wo die Offenlegung ohne Kontext dasteht.

Luo, Tong, Fang & Qu. Aus dem Wissens-Graph von Mr. D, abgerufen am 12.08.2026

Was hilft, ist der Satz daneben: was das Gegenüber kann, und wie man sofort zu einem Menschen kommt.

„Hier antwortet ein KI-Assistent. Er kennt unsere Preise, Termine und Unterlagen und antwortet rund um die Uhr. Für alles andere sind Sie mit einem Anruf bei einem Menschen." Das ist dieselbe Offenlegung, nur ohne den Beigeschmack, dass man abgewimmelt wird.

Ableitung aus der Studie, keine eigene Messung

Bei uns

Der gefährlichste Fehler ist nicht die fehlende Offenlegung, sondern die Antwort auf eine Frage, die verweigert gehört.

Uns selbst passiert: Auf Italienisch nach Notarkosten gefragt, hat unser Assistent geantwortet statt abzulehnen, weil das Wort „costa" auf einen Preiseintrag traf. Seitdem greift eine Sperrliste für Recht, Steuern, Notar und Finanzierung vor allen anderen Regeln. Fragen Sie jeden Anbieter, was sein System bei so einer Frage tut, und lassen Sie es sich im Termin vorführen.

Eigener Fehler vom 31. Juli 2026, behoben

Wer nach „ki kundenservice" sucht, ist der teuerste Klick, den wir je gemessen haben: 112,23 €.

Zum Vergleich: Rechnungsprüfungs-Software liegt bei 68,69 €, Hotelsoftware bei 59,00 €. Für einen einzigen Besucher zahlen Anbieter dort mehr als hundert Euro. Das sagt nichts über die Qualität der Produkte, aber alles über den Wettbewerb um diese Kunden.

DataForSEO, eigene Messung vom 12.08.2026

Erste Nachricht schicken

Zwei Sätze Antwort, meist am selben Tag.

Wie Sie das in einer Woche in Ordnung bringen

Wenn Sie bereits ein Chatfenster haben, sind die ersten beiden Schritte heute fällig.

  1. 01

    Die erste Nachricht umschreiben

    Offenlegung plus Nutzen plus Weg zum Menschen, in zwei Sätzen. Das ist die Änderung mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, und sie dauert zehn Minuten.

  2. 02

    Die Sperrliste schreiben

    Welche Fragen darf das System nie beantworten? Recht, Steuern, Medizin, Finanzierung, alles mit Frist. Und dann selbst testen, ob es sich daran hält, mit den echten Formulierungen Ihrer Kunden, nicht mit Musterfragen.

  3. 03

    Die zehn häufigsten Fragen wörtlich sammeln

    So wie sie ankommen. Diese Liste bestimmt, ob ein Assistent nützt oder nur höflich um den heißen Brei redet.

  4. 04

    Nach vier Wochen nachsehen

    Wie viele Gespräche, wie viele Übergaben an einen Menschen, wie viele Abbrüche in der ersten Nachricht. Der letzte Wert sagt Ihnen, ob Ihre Offenlegung als Warnung oder als Angebot gelesen wird.

Wer das hier schreibt

Auf unserer eigenen Website läuft ein KI-Berater, der sich als solcher zu erkennen gibt. Wir setzen also das ein, worüber wir hier schreiben, und tragen dieselben Nachteile.

Und wir machen unseren eigenen Fehler öffentlich, statt ihn stillzulegen: die Notarkosten-Antwort vom 31. Juli. Sie steht oben im Prüfbericht. Anbieter, die nur gelungene Fälle zeigen, verraten Ihnen nicht, wie sie mit den anderen umgehen, und die anderen sind der Grund, warum solche Systeme scheitern.

Jede Architektur und jede Strategie kommt von Fabio Fornaro persönlich. Erst danach bauen über sechzig spezialisierte Agenten, jeder für genau eine Aufgabe. Unser erster Kunde sind wir selbst: Jedes System lief zuerst im eigenen Betrieb. Dahinter stehen 25 Jahre Vertrieb und Unternehmertum. Und den Betrieb kennen wir aus der Praxis: Jahre auf der Baustelle, lange bevor wir Software gebaut haben.

Erste Nachricht schicken

Zwei Sätze Antwort, meist am selben Tag.

Was Sie jetzt wahrscheinlich denken

Muss ich das wirklich offenlegen?"

Ja, seit dem 2. August, klar und spätestens bei der ersten Nachricht. Die einzige Ausnahme ist, dass es ohnehin offensichtlich ist. Darauf würden wir uns nicht verlassen.

Dann kaufen die Leute weniger."

Nach der Studie oben: ja, wenn die Offenlegung nackt dasteht. Der Einbruch hängt an der Formulierung, nicht an der Tatsache. Deshalb steht die Zahl hier und nicht im Kleingedruckten.

Meine Kunden wollen einen Menschen."

Die meisten wollen eine Antwort, und zwar sofort. Wer wirklich einen Menschen will, muss ihn in einem Klick erreichen. Das ist der Teil, den die meisten Einbauten vergessen.

Was, wenn es Unsinn erzählt?"

Dann haben Sie ein Haftungsproblem und kein Serviceproblem. Deshalb steht die Sperrliste im Fahrplan vor der Auswahl des Werkzeugs, nicht danach.

Ihr verkauft doch selbst solche Assistenten."

Ja. Deshalb steht auf dieser Seite die Zahl, die gegen uns spricht, und unser eigener Fehler. Prüfen Sie beides nach; die Studie ist benannt, der Fehler datiert.

Wenn Sie Ihre erste Nachricht überprüfen lassen wollen

Schicken Sie uns den Text, mit dem Ihr Chatfenster heute begrüßt. Ein Bildschirmfoto reicht. Wir sagen Ihnen, ob er die Offenlegungspflicht erfüllt und ob er als Warnung oder als Angebot gelesen wird. Ohne Termin, ohne Verkaufsgespräch.

Erste Nachricht schicken

Zwei Sätze Antwort, meist am selben Tag.

Häufige Fragen

Muss ein Chatbot sagen, dass er eine KI ist?+

Ja. Nach Artikel 50 Absatz 1 der EU-KI-Verordnung müssen Menschen darüber informiert werden, dass sie mit einem KI-System interagieren, außer es ist für einen verständigen Betrachter offensichtlich. Nach Absatz 5 muss das klar und unterscheidbar spätestens bei der ersten Interaktion geschehen. Die Pflicht ist seit dem 2. August 2026 anwendbar; ein Hinweis in den Nutzungsbedingungen genügt nicht.

Schadet die Offenlegung dem Umsatz?+

In einer Feldstudie von Luo, Tong, Fang und Qu sank die Kaufrate um rund 80 Prozent, wenn zu Beginn des Gesprächs offengelegt wurde, dass ein Chatbot antwortet; nicht offengelegte Chatbots verkauften so gut wie geübte Mitarbeiter. Da Verstecken rechtlich keine Option mehr ist, liegt der Hebel in der Formulierung: Die Offenlegung wirkt anders, wenn direkt daneben steht, was der Assistent kann und wie man sofort zu einem Menschen kommt.

Welche Fragen sollte ein Assistent im Kundenservice nie beantworten?+

Rechts-, Steuer-, Medizin- und Finanzierungsfragen sowie alles mit laufender Frist. Domani AI hat am 31. Juli 2026 im eigenen System festgestellt, dass eine italienische Frage nach Notarkosten beantwortet statt verweigert wurde, weil ein Wort auf einen Preiseintrag traf. Seither greift eine Sperrliste vor allen anderen Regeln. Lassen Sie sich diesen Fall bei jeder Vorführung zeigen.

Was kostet ein Klick auf „KI Kundenservice"?+

112,23 € im deutschen Markt bei rund 210 Suchen im Monat, gemessen am 12. August 2026. Das ist der teuerste Klickpreis im gesamten von Domani AI gemessenen Datensatz. Zum Vergleich liegt „rechnungsprüfung software" bei 68,69 € und „hotelsoftware" bei 59,00 €.

Geprüft am 12. August 2026 · Quelle neben jeder Aussage · keine Rechtsberatung

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