Prüfbericht Handwerk · 12. August 2026
KI im Handwerk: was heute wirklich Zeit spart und was nur gut aussieht
Die ehrliche Kurzfassung: KI spart im Handwerk heute vor allem Schreibarbeit im Büro, nicht Zeit auf der Baustelle. Wer damit rechnet, dass ein Programm Aufmaß, Disposition und Nachtragsstreit übernimmt, wird enttäuscht. Wer die drei Stellen kennt, an denen es wirklich trägt, holt sich pro Woche mehrere Stunden zurück, meist die unbeliebtesten.
Zuerst, was wir nicht sind. Wir verkaufen keine Handwerkersoftware und ersetzen weder Plancraft noch ToolTime noch HERO. Wenn Sie eine Auftragsverwaltung suchen, sind Sie bei denen richtig, nicht bei uns. Wir bauen die Ebene darüber: Auswertungen über Aufträge und Kosten hinweg, die in diesen Programmen nicht vorgesehen sind.
Was geprüft ist
Die Preise stammen aus unserer Quellenprüfung vom 8. August 2026 auf den Anbieterseiten und stehen samt Links auf unserer Preisseite zur Handwerkersoftware. Die Sichtbarkeitszahlen sind eigene Messungen mit nachlesbarer Methode.
KI schreibt heute zuverlässig Text: Angebotsbeschreibungen, Baustellenberichte, Antworten an Kunden. Das ist der Bereich, in dem sie trägt.
Der Grund ist banal: Bei Text kann ein Mensch das Ergebnis in zwanzig Sekunden beurteilen. Bei einer Massenberechnung kann er es nicht, und deshalb prüft er sie doppelt, womit die Ersparnis weg ist. Fangen Sie dort an, wo die Prüfung schneller geht als die Arbeit.
Eigene Beobachtung aus dem Bau von vier Betriebssystemen
Handwerkersoftware kostet zwischen 15,99 € und 79 € je Nutzer und Monat, mit Nebenkosten, die auf der Preisseite oft fehlen.
Geprüft am 8. August 2026 auf den Anbieterseiten: Craftboxx 15,99 €, HERO 69 € (ausgewiesen als befristetes Einführungsangebot), Plancraft 74,90 €, ToolTime 79 €. Dazu kommen Posten, die erst im Gespräch auftauchen, etwa 99 € für den eigenen Datenimport. Die KI-Funktionen sind bei allen ein Zusatz zum Grundpaket, nicht der Kern.
Quelle: unsere Preisprüfung vom 08.08.2026, mit Links zu jedem AnbieterVon 18 Kundenfragen an KI-Suchen empfahl die Antwort im Bauhauptgewerbe in 42 Prozent der Fälle eine Firmenwebsite, der gesündeste Wert aller von uns gemessenen Branchen.
Gemessen am 30. Juli 2026 über 194 einzeln eingeordnete Quellen. Die Kehrseite: Bei der allgemeinen Frage „wen beauftrage ich" fiel der Wert auf 2 von 12. Bei der konkreten Frage werden Betriebe genannt, bei der offenen Frage die Portale. Das ist die Lücke, um die es geht.
Quelle: eigene Messung, Methode auf der SeiteDrei Versprechen halten in der Praxis nicht: KI-Aufmaß aus Fotos, automatische Nachtragserkennung und Terminplanung ohne Pflege.
Alle drei funktionieren in der Vorführung und scheitern an denselben Stellen: verdeckte Bauteile, gewachsene Bestandsmaße und der Umstand, dass ein Terminplan nur so gut ist wie die Rückmeldungen, die niemand einträgt. Fragen Sie im Vorführtermin nach einem Beispiel aus einem Bestandsbau, nicht aus einem Neubau.
Eigene Einschätzung aus Vorführungen, keine Messung
Wir haben in Handwerk und Bau noch keinen unterschriebenen Kunden, den wir zeigen dürften.
Unsere Kunden kommen aus verwandten Gewerken: Elektro und Klima in Australien, Landschaftsbau, Gebäudereinigung. Was wir für das Bauhauptgewerbe zeigen können, sind gebaute, begehbare Systeme und die Herkunft. Das ist weniger als eine Referenzliste, und wir tun nicht so, als wäre es mehr.
Eigener Stand am 12. August 2026
Kein Termin nötig. Antwort von einem Menschen.
Wo Sie anfangen, wenn Sie es allein probieren wollen
Vier Schritte ohne Anschaffung. Wenn Sie danach feststellen, dass Ihnen das reicht, hat diese Seite ihren Zweck erfüllt.
01
Die unbeliebteste Schreibarbeit suchen
Welche wiederkehrende Schreibarbeit schiebt bei Ihnen jeder vor sich her? Meist ist es der Baustellenbericht oder die Antwort auf eine Reklamation. Genau dort anfangen, nicht beim größten Posten.
02
Eine Woche mit einem Werkzeug, nicht mit fünf
Ein Werkzeug, eine Aufgabe, eine Woche. Danach wissen Sie, ob es trägt. Fünf Werkzeuge parallel führen dazu, dass keines richtig benutzt wird und alle als „bringt nichts" enden.
03
Die Zeit messen, nicht schätzen
Vorher und nachher, mit der Uhr. Wer die Ersparnis schätzt, überschätzt sie in der Begeisterung und unterschätzt sie in der Skepsis. Zwei Messungen genügen.
04
Erst dann über Software reden
Wenn eine Sache mehrmals pro Woche von Hand passiert und die Messung eine echte Ersparnis zeigt, lohnt sich der Einbau in Ihre Abläufe. Vorher ist es eine Anschaffung auf Verdacht.
Wer das hier schreibt
Wir haben für ein Bauunternehmen ein System gebaut, in dem Angebot und Rechnung im selben Werkzeug liegen und jede Rechnung gegen das Leistungsverzeichnis läuft. Es ist ohne Anmeldung begehbar. Neun Rechnungen, jede mit einem anderen Befund. Das ist kein Werbefilm, sondern das laufende System mit erfundenen, aber realistischen Daten.
Wir haben außerdem gemessen, statt zu behaupten: 18 Kundenfragen, 194 Quellen von Hand eingeordnet, veröffentlicht mit Methode und Datum. Wer die Zahlen nachrechnen will, kann es.
Jede Architektur und jede Strategie kommt von Fabio Fornaro persönlich. Erst danach bauen über sechzig spezialisierte Agenten, jeder für genau eine Aufgabe. Unser erster Kunde sind wir selbst: Jedes System lief zuerst im eigenen Betrieb. Dahinter stehen 25 Jahre Vertrieb und Unternehmertum. Und den Betrieb kennen wir aus der Praxis: Jahre auf der Baustelle, lange bevor wir Software gebaut haben.
Und die Lücke, bevor Sie sie selbst finden: Wir haben in diesem Gewerk noch keinen unterschriebenen Kunden, den wir Ihnen zeigen dürften. Was wir zeigen können, sind begehbare Systeme, eigene Messungen mit Datum und die Herkunft. Wer Ihnen an dieser Stelle eine Referenzliste zeigt, die er nicht hat, wird Ihnen auch später etwas erzählen.
Kein Termin nötig. Antwort von einem Menschen.
Was Sie jetzt wahrscheinlich denken
„Bringt mir das auf der Baustelle etwas?"
Ehrlich: heute wenig. Die Ersparnis liegt im Büro. Wer Ihnen KI für die Baustelle verkauft, sollte Ihnen ein Beispiel aus einem Bestandsbau zeigen können, nicht aus einem Neubau mit sauberen Plänen.
„Ich habe schon einmal Geld für Software verbrannt."
Das hören wir oft, und meist lag es nicht am Programm, sondern daran, dass es für einen Betrieb doppelter Größe gebaut war. Deshalb steht der Fahrplan oben vor jedem Angebot: erst messen, dann kaufen.
„Was kostet das bei euch?"
Das hängt an der Zahl der Baustellen und Nutzer. Wir nennen die Zahl, wenn wir Ihre Größe kennen, statt sie zu raten und später nachzufordern. Was wir vorher sagen können: Es ist ein anderes Preisgefüge als die 15 bis 79 € je Nutzer oben, weil es ein anderes Produkt ist.
„Ihr habt keine Referenz aus meinem Gewerk."
Stimmt, und das steht oben im Prüfbericht statt im Kleingedruckten. Sie können stattdessen die Systeme selbst durchklicken und die Messung nachrechnen. Wenn Ihnen das nicht reicht, ist das eine vernünftige Entscheidung.
„Ich will kein System, das nur neue Arbeit macht."
Dann darf es nicht mit einer Plattform anfangen, sondern mit einem fertigen Ergebnis: eine Auswertung, die Sie am ersten Tag ansehen können. Alles, was erst nach drei Monaten Pflege nützlich wird, macht genau das, was Sie befürchten.
Wenn Sie wissen wollen, wo bei Ihnen die Stunden liegen
Schicken Sie uns zwei Dinge: welche Schreibarbeit bei Ihnen jeder vor sich herschiebt, und wie oft sie im Monat anfällt. Wir sagen Ihnen, ob sich dafür etwas bauen lässt oder ob ein vorhandenes Werkzeug reicht, auch wenn die Antwort lautet, dass Sie uns nicht brauchen.
Kein Termin nötig. Antwort von einem Menschen.
Häufige Fragen
Wofür lohnt sich KI im Handwerksbetrieb wirklich?+
Für wiederkehrende Schreibarbeit: Angebotsbeschreibungen, Baustellenberichte, Antworten auf Reklamationen und Anfragen. Der Grund ist, dass sich ein Textergebnis in Sekunden beurteilen lässt. Bei Aufmaß, Massenberechnung oder Terminplanung prüfen Mitarbeiter das Ergebnis doppelt, weil sie ihm nicht trauen, damit ist die Zeitersparnis wieder aufgebraucht.
Was kostet Handwerkersoftware mit KI-Funktionen?+
Geprüft am 8. August 2026 auf den Anbieterseiten: Craftboxx nennt 15,99 €, HERO 69 € als ausdrücklich befristetes Einführungsangebot, Plancraft 74,90 € und ToolTime 79 € je Nutzer und Monat. Hinzu kommen Posten, die auf den Preisseiten fehlen, etwa 99 € für den eigenen Datenimport. Die KI-Funktionen sind bei allen ein Zusatz, nicht der Kern des Produkts.
Werden Handwerksbetriebe von KI-Suchen empfohlen?+
Bei konkreten Fragen ja, bei allgemeinen nicht. Eine eigene Messung vom 30. Juli 2026 über 18 Kundenfragen und 194 eingeordnete Quellen ergab für das Bauhauptgewerbe 42 Prozent Firmenwebsites unter den zitierten Quellen, der beste Wert der gemessenen Branchen. Bei der offenen Frage, wen man beauftragen soll, fiel der Wert dagegen auf 2 von 12 Quellen; dort werden Portale zitiert.
Welche KI-Versprechen halten im Handwerk nicht?+
Drei fallen regelmäßig durch: Aufmaß aus Fotos, automatische Nachtragserkennung und Terminplanung ohne Pflege. Alle drei funktionieren in der Vorführung und scheitern an verdeckten Bauteilen, gewachsenen Bestandsmaßen und fehlenden Rückmeldungen. Verlangen Sie im Vorführtermin ein Beispiel aus einem Bestandsbau statt aus einem Neubau.
Habt ihr Referenzen aus dem Handwerk?+
Im Bauhauptgewerbe haben wir keinen unterschriebenen Kunden, den wir zeigen dürften. Unsere Kunden kommen aus verwandten Gewerken: Elektro und Klima, Landschaftsbau, Gebäudereinigung. Zeigen können wir gebaute, ohne Anmeldung begehbare Systeme und eigene Messungen mit veröffentlichter Methode.
Ebenfalls geprüft
Geprüft am 12. August 2026 · Quelle neben jeder Aussage · keine Rechtsberatung